Bei der chemischen Reinigung wird in Deutschland zur Zeit Perchlorethylen oder Kohlenwasserstoff (KWL) als Lösemittel eingesetzt.

Diese Lösemittel bergen auf der einen Seite sehr viele Vorteile sind aber aus umwelttechnischer Sicht nicht als harmlos einzustufen und zu unterschätzen. Aus diesem Grund unterliegen alle Textilreinigungen die mit diesen Lösemittel arbeiten vielen Umweltauflagen, die von den entsprechenden Behörden beaufsichtigt und kontrolliert werden.

Zudem sind sie angehalten über alle Vorgänge Buch zu führen. Diese Aufzeichnungen sind je nach Maschinentyp aufzubewahren und den Behörden in regelmässigen Abständen vorzulegen.

Das Umweltbewusstsein der Verbraucher ist gestiegen. Daher lehnen es viele ab, ihre Kleidung professionell reinigen zu lassen; sie nehmen an, dies sei weniger umweltschonend, als selbst zu Hause die Waschmaschine zu benutzen – ein Vorurteil, wie folgender Vergleich des Forschungsinstituts Hohenstein belegt:

Demnach belastet die Kleiderpflege beim Profi die Umwelt sogar weniger, wie das Waschen der Stücke im Haushalt. Nur die Handwäsche ist wirklich umweltschonender, weil sie auf stromverbrauchende Geräte verzichtet. Jedoch ist dieses Verfahren, gerade bei grober Verschmutzung der Kleidung weniger wirksam. Die heimische Waschmaschine dagegen benötigt mehr Wasser und verbraucht in etwa dieselbe Energiemenge (1KWh) wie moderne Textilreinigungen (0,54 kWh für Strom und 0,34 kWh für Heizöl, also insgesamt 0,9 kWh). Der Wasserbedarf beim Waschen mit der Maschine ist sogar um einiges höher als beim Reinigen. Zwischen 50 und 80 Liter werden pro Waschgang verbraucht. Das sind immerhin 30 Liter pro Kilo Kleidung. Ins Abwasser gelangen – zusammen mit dem entfernten Schmutz – zusätzlich noch 59 Gramm Waschmittel und Weichspüler. Die Wiederaufbereitung der Abwässer erfolgt über die Kläranlage. Bei der professionellen Textilpflege liegt der Trinkwasserverbrauch pro Kilo Kleidung bei 0,8 Liter – das sind 97 Prozent weniger im Vergleich zur Haushaltswaschmaschine. Der Einsatz von Waschmitteln ist in der Textilreinigung um 89 Prozent geringer. Es werden lediglich 12 Gramm Waschhilfsmittel (Tenside) benötigt und das Recycling des Schmutzlösemittels erfolgt in der Maschine. Schmutz und Waschmittel werden von Spezialfirmen wiederaufbereitet, so dass diese lösemittelfrei zur Entsorgung gelangen. Die Betriebe werden regelmässig durch akkreditierte Prüfungseinrichtungen wie der TÜV, DEKRA oder Chemlab kontrolliert. Durch computergesteuerte Reinigungsmaschinen konnte der Lösemittelverbrauch in der Textilreinigungsbranche um über 95 Prozent reduziert werden.

In Deutschland ist es nicht mehr erlaubt in einem offenen Kreislauf mit „Per“ zu reinigen. Offener Kreislauf bedeutet, dass das Lösungsmittel nicht wieder vollständig regeneriert und weiter zum Reinigen benutzt wird, sondern entsorgt werden muss und in die Umwelt gelangen kann.

 

Waschen und Trocknen

Waschen und Trocknen
mit Haushaltsgeräten
Reinigen
Stromverbrauch
1 kWh
0,54 kWh
Heizöl
0 kWh
0,34 kWh
Wasserverbrauch
30 Liter
0,8 Liter
Abfall im Abwasser
53 g
280 Mikrogramm
Lösemittel (=0,00028 Gramm)
Wiederaufzubereitender Abfall
0 g
12 g
Emissionen in die Luft
0,4 kg
0,3 kg

 

In unserem Betrieb setzen wir auf Regenwasser zur Kühlung unserer Maschinen und fangen dieses dann mit zwei grossen Tanks auf. Damit versuchen wir auch unserer Umwelt zu helfen und unsere Kläranlagen zu entlasten.

Natürlich können nicht alle Textilien gereinigt werden. Aus diesem Grund besitzen wir auch eine Nassreinigungsmaschine. Bei dieser können sämtliche Parameter für die jeweils zu Pflegenden Textilien reguliert werden.

Um unsere Flüsse und Wasservorräte zu schonen benutzen auch wir natürlich Waschmittel die biologisch zu fast 100% abbaubar sind.