Unternehmen

Familien- und Fachbetrieb in vierter Generation

Hauptbetrieb Textilreinigung Schulder mit mehr als 30 Annahmestellen im ganzen Hohenlohekreis.

Wie in vielen Handwerklichen Betrieben wird auch in der Textilreinigungsbranche das Fachwissen von Generation zu Generation weitergegeben und verfeinert. Nur durch die Erfahrung im Umgang mit den unterschiedlichen Textilien und durch regelmässige Weiter- und Fortbildungen ist ein sicherer Umgang mit den unterschiedlichsten Textilien gegeben. Textilreinigung ist Vertrauenssache, oder würden Sie Ihre kostbare Kleidung jedem anvertrauen?

Aus diesem Grund haben wir freiwillig mehrere Prüfungen im Textilforschungsinstitut Hohenstein abgelegt um unsere Qualifizierung nicht nur durch unsere bearbeiteten Kleidungsstücke zeigen zu können.

Über uns

Umweltgedanke

Bei der chemischen Reinigung wird in Deutschland zur Zeit Perchlorethylen oder Kohlenwasserstoff (KWL) als Lösemittel eingesetzt.

 

Diese Lösemittel bergen auf der einen Seite sehr viele Vorteile sind aber aus umwelttechnischer Sicht nicht als harmlos einzustufen und zu unterschätzen. Aus diesem Grund unterliegen alle Textilreinigungen die mit diesen Lösemittel arbeiten vielen Umweltauflagen, die von den entsprechenden Behörden beaufsichtigt und kontrolliert werden.

 

Zudem sind sie angehalten über alle Vorgänge Buch zu führen. Diese Aufzeichnungen sind je nach Maschinentyp aufzubewahren und den Behörden in regelmässigen Abständen vorzulegen.

 

Das Umweltbewusstsein der Verbraucher ist gestiegen. Daher lehnen es viele ab, ihre Kleidung professionell reinigen zu lassen; sie nehmen an, dies sei weniger umweltschonend, als selbst zu Hause die Waschmaschine zu benutzen – ein Vorurteil, wie folgender Vergleich des Forschungsinstituts Hohenstein belegt:

 

Demnach belastet die Kleiderpflege beim Profi die Umwelt sogar weniger, wie das Waschen der Stücke im Haushalt. Nur die Handwäsche ist wirklich umweltschonender, weil sie auf stromverbrauchende Geräte verzichtet. Jedoch ist dieses Verfahren, gerade bei grober Verschmutzung der Kleidung weniger wirksam. Die heimische Waschmaschine dagegen benötigt mehr Wasser und verbraucht in etwa dieselbe Energiemenge (1KWh) wie moderne Textilreinigungen (0,54 kWh für Strom und 0,34 kWh für Heizöl, also insgesamt 0,9 kWh). Der Wasserbedarf beim Waschen mit der Maschine ist sogar um einiges höher als beim Reinigen. Zwischen 50 und 80 Liter werden pro Waschgang verbraucht. Das sind immerhin 30 Liter pro Kilo Kleidung. Ins Abwasser gelangen – zusammen mit dem entfernten Schmutz – zusätzlich noch 59 Gramm Waschmittel und Weichspüler. Die Wiederaufbereitung der Abwässer erfolgt über die Kläranlage. Bei der professionellen Textilpflege liegt der Trinkwasserverbrauch pro Kilo Kleidung bei 0,8 Liter – das sind 97 Prozent weniger im Vergleich zur Haushaltswaschmaschine. Der Einsatz von Waschmitteln ist in der Textilreinigung um 89 Prozent geringer. Es werden lediglich 12 Gramm Waschhilfsmittel (Tenside) benötigt und das Recycling des Schmutzlösemittels erfolgt in der Maschine. Schmutz und Waschmittel werden von Spezialfirmen wiederaufbereitet, so dass diese lösemittelfrei zur Entsorgung gelangen. Die Betriebe werden regelmässig durch akkreditierte Prüfungseinrichtungen wie der TÜV, DEKRA oder Chemlab kontrolliert. Durch computergesteuerte Reinigungsmaschinen konnte der Lösemittelverbrauch in der Textilreinigungsbranche um über 95 Prozent reduziert werden.

 

In Deutschland ist es nicht mehr erlaubt in einem offenen Kreislauf mit „Per“ zu reinigen. Offener Kreislauf bedeutet, dass das Lösungsmittel nicht wieder vollständig regeneriert und weiter zum Reinigen benutzt wird, sondern entsorgt werden muss und in die Umwelt gelangen kann.

Geschichte Textilreinigung

Laut Überlieferung ist die Geburtsstunde der Textilreinigung Anfang des 19. Jahrhunderts.

 

Die Reichen und Mächtigen wollten schon damals saubere Kleidung tragen. Aber die hochwertigen Stoffe aus Wolle und Seide liessen sich nicht wie Baumwolle oder Leinen einfach waschen. Sie wurden deshalb entweder neu eingefärbt oder man begnügte sich mit einer Fleckentfernung.

 

Aufgrund der Ungeschicklichkeit eines Färber Lehrlings entdeckte der franz. Färber Jolly Belin, das man mittels Terpentinöl Kleidungsstücke auch reinigen konnte. Da das Terpentinöl jedoch sehr übel roch, wurde dieser Nachteil durch den Einsatz von Benzol und später Schwerbenzin behoben. Aber es kamen mit dem Schwerbenzin neue Probleme – Explosionsgefahr. Die damals verfügbaren “Benzinwaschmaschinen” erlaubten zwar die Reinigung nichtwaschbarer Textilien, verabschiedeten sich aber des öfteren lautstark.

 

Zu Beginn unseres Jahrhunderts wurde mit der Einführung der unbrennbaren Lösemittel Trichlorethen und Tetrachlorkohlenstoff, später das Perchlorethylen (Tetrachlorethen, Tetrachlorethylen, Per), ein entscheidender Schritt für die professionelle Textilreinigung getan. Auch die Maschinentechnik wurde ständig verbessert. Das externe Schleudern und an der Luft trocknen entfiel und wurde in die Reinigungsmaschine verlagert. Mit dieser entscheidenden Verbesserung des Verfahrens konnte nun auch ein grosser Teil des eingesetzten Lösemittels wieder zurückgewonnen werden.

 

Ein nur kurzes Gastspiel als Lösemittel gab das FCKW. Es wurde ab Anfang der 60er Jahre eingesetzt. Es war sehr schonend zum Textil und konnte schon bei sehr niedrigen Temperaturen getrocknet und zurückgewonnen werden. Nach der Entdeckung der Schädigung der Ozon Schicht durch FCKW wurde es Anfang der 90er Jahre verboten.

 

Da die Forschung nie stehen bleibt, hat sie als alternative das KWL als Lösemittel kreiert. Es ist in seiner Wirkung ähnlich dem FCKW und die Explosionsgefahr hat man aufgrund der modernsten Maschinentechnologie heute im Griff.

 

Das “Per” ist jedoch heute immer noch das verbreitetste Lösemittel. Seine Reinigungswirkung ist sehr gut. Die heutigen Reinigungsmaschinen arbeiten in einem geschlossenen System, so das Lösemittelemissionen unter normalen Bedingungen ausgeschlossen sind. Messcomputer und Sensoren überwachen den Trocknungsvorgang und lassen ein Entladen der Reinigungsmaschine erst zu, wenn die in der Garderobe enthaltenen Lösemittelgase den gesetzlichen Grenzwert unterschritten haben. Weitere grosse umwelttechnische Massnahmen wie Computerüberwachung der Raumluft, lüftungstechnische Anlagen usw. sorgen heute dafür, dass weder Mitarbeiter noch Kunden mit Lösemittel in Kontakt kommen.

Reklamation/Schäden

Der Reklamationsgrund Nr.1 in Deutschland bei den Textilreinigungen hat eigentlich nichts mit den Reinigern zu tun.

 

Häufig liegt der Fehler bei den Textilherstellern – ein falsches Pflegeetikett im Kleidungsstück. Sollte es hier bei der Pflege Schäden geben, muss der Herrsteller dafür haften.

 

Wie aus dem Fernsehen bekannt ist, wollen dies die Hersteller manchmal nicht übernehmen. Aus diesem Grund sollte immer ein unabhängiges Gutachten bei einem Schaden eingeholt werden.

 

Genauso vorsichtig sollte man bei Betrieben sein, die Ihre gesamten Textilien nur naßpflegen.

 

Wie auf der Seite Textilreinigung schon beschrieben erfahren alle naturbelassenen natürlichen Fasern eine enorm starke beanspruchen wenn Sie mit Wasser in Kontakt kommen. Dies Resultiert aus Ihrer schuppenartigen Struktur.

 

Sollten die Textilien den Waschvorgang jedoch gut überstanden haben, kommt als nächste Gefahr das Trocknen im Trockner. Auch hier besteht die Gefahr des Krumpfen (eingehen) und des Abfärbens noch.

 

Wenn Sie noch viel Freude mit Ihren Textilien haben wollen, dann sollten Sie nur zu Reinigungsbetrieben gehen die beides in Ihrem Sortiment anbieten, denn nicht jeder Stoff ist gleich zu behandeln.

 

Sollten Sie so einen Schaden reklamieren möchten, ist es am besten gleich bei der Abholung das Textil genauer zu betrachten. Es kann so immer vorkommen das ein Fleck übersehen worden ist. In diesem Fall wird das Kleidungsstück natürlich kostenlos behandelt. Es reicht wenn sie unser Reinigungsetikett noch haben und innerhalb von zwei Wochen reklamieren.

 

Wenn Sie es später bemerken sollten Sie aber ínnerhalb von zwei Wochen reklamieren. Siehe AGB´s Textilreinigung.

 

Bei unklaren Reklamationen sollte immer ein Gutachten an einen unabhängigen Sachverständigen in Auftrag gegeben werden. Je nach dessen Urteil muss der Schaden und seine Kosten reguliert werden.

Laut Berliner Schiedsstelle waren 2004 die häufigsten Reklamationsgründe:

Veränderung der Beschichtung
25,9 %
Massänderung
20,2 %
Farbveränderungen
14,3 %
Flecken
10,9 %
Veränderung des Warenbildes
10,9 %

Die häufigsten Schadensverursacher waren hier:

Hersteller
39,0 %
Textilreiniger
34,0 %
Gebrauchsschaden
21,8 %
Nicht ermittelbar
3,1 %